Bezirk Altona (24. April 2026, Konrad Matzen) · Engagement, das Leben verändert, steht im Mittelpunkt einer Auszeichnung, die in Altona eine lange Tradition hat. Auch in diesem Jahr rückt sie Menschen ins Licht, deren Einsatz oft im Verborgenen beginnt – und große Wirkung entfaltet.

Im Rahmen der Bezirksversammlung Altona ist gestern Abend der Altonaer Kinder- und Jugendpreis 2025 verliehen worden. Mit der Auszeichnung würdigt der Bezirk jährlich besonderes ehrenamtliches Engagement in der Kinder- und Jugendarbeit – sei es in Form langfristiger Projekte oder einzelner Initiativen, die junge Menschen fördern und unterstützen.

In diesem Jahr entschied sich die Jury, bestehend aus Mitgliedern des Jugendhilfeausschusses, gleich vier Preisträger auszuzeichnen. Das Preisgeld in Höhe von jeweils 1.000 Euro geht an die Organisationen, in denen die Geehrten aktiv sind.

Ausgezeichnet wurden Ann-Kristin Schulte-Westhof und Dr. med. Kira Menz vom Herzretter e.V. sowie Giselle Reinhard und Givenchy Wilms vom Sinti-Verein zur Förderung von Kindern und Jugendlichen e.V. Alle vier verbindet ein außergewöhnlicher Einsatz für junge Menschen in Altona.

Der Herzretter e.V. mit Sitz in Bahrenfeld verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche frühzeitig in Wiederbelebungsmaßnahmen zu schulen. Seit der Gründung des Vereins wurden bereits mehr als 75.000 junge Menschen in Hamburg zu potenziellen Lebensrettern ausgebildet. Neben praktischen Fähigkeiten vermittelt das Projekt vor allem Selbstvertrauen und Zivilcourage. Ann-Kristin Schulte-Westhof entwickelte als Lehrerin das Konzept der „HerzretterSchule“ und organisiert entsprechende Projekttage. Dr. Kira Menz, Oberärztin für Kinder- und Jugendmedizin, verantwortet die medizinische Qualität der Ausbildung und begleitet die Schulungen fachlich.

Einen anderen, aber ebenso wichtigen Ansatz verfolgen Giselle Reinhard und Givenchy Wilms. Ihr Engagement im Sinti-Verein zur Förderung von Kindern und Jugendlichen richtet sich insbesondere auf kulturelle und gesellschaftliche Bildung. In Kunstprojekten und Initiativen gegen Antiziganismus schaffen sie Räume, in denen junge Menschen ihre Erfahrungen ausdrücken und sich mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen können. Dabei fördern sie nicht nur Kreativität, sondern auch Selbstbewusstsein und gesellschaftliche Teilhabe.

Die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses, Yohana Hirschfeld, betonte bei der Preisverleihung die Bedeutung solchen Engagements. Gerade in politisch und gesellschaftlich herausfordernden Zeiten sei ehrenamtliche Arbeit von unschätzbarem Wert – insbesondere dann, wenn sie Kindern und Jugendlichen zugutekommt.

Die Auszeichnung macht deutlich, wie vielfältig Kinder- und Jugendarbeit in Altona ist. Sie reicht von lebensrettender Bildung bis hin zu kultureller und sozialer Förderung. Gemeinsam ist allen Projekten das Ziel, jungen Menschen Perspektiven zu eröffnen und sie in ihrer Entwicklung zu stärken.

Mit dem Kinder- und Jugendpreis setzt der Bezirk damit nicht nur ein Zeichen der Anerkennung, sondern auch einen Impuls: Engagement vor Ort bleibt eine tragende Säule für den gesellschaftlichen Zusammenhalt – und beginnt oft bei denen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.