Am 2. März nimmt die TAS ihren Betrieb auf. Dann wird sie bis zu 100 obdachlosen Menschen gleichzeitig Platz bieten. Sie ist barrierereduziert gebaut und hat barrierefreie Bereiche für Menschen im Rollstuhl. Die Vermietung der 1-Personen-Kompaktwohnungen läuft bereits in Zusammenarbeit mit der Fachstelle für Wohnungsnotfälle des Bezirks.
Täglich von 9:30 bis 16:30 Uhr wird die TAS geöffnet sein, auch an Wochenenden und Feiertagen. Zum Angebot gehören Beratung, Mahlzeiten, Duschen, Waschmaschinen und Trockner, Gepäckaufbewahrung, die Ausgabe von Hygieneartikeln und Kleidung sowie die Möglichkeit, eine Postadresse einzurichten.
Obdachlose Menschen dürfen die TAS ohne weitere Voraussetzungen nutzen. Ein Team aus Sozialarbeiter:innen wird Beratungsgespräche anbieten. Arbeitslosigkeit, Schulden, Suchterkrankungen sowie weitere gesundheitliche Probleme, Perspektivlosigkeit und Vereinsamung gehören zu den Belastungen obdachloser Menschen, die in der Beratung aufgegriffen werden. Das vielfältige Hamburger Hilfesystem hält spezialisierte Angebote für unterschiedliche Problemlagen bereit.
Altonas Bezirksamtsleiter Dr. Sebastian Kloth sagte zur Einweihung: „Mit der neuen Tagesaufenthaltsstätte in der Stresemannstraße schaffen wir einen dringend benötigten Anlaufpunkt für Menschen in schwierigen Lebenslagen. Die Tagesaufenthaltsstätte steht für Würde, Teilhabe und neue Perspektiven und ist ein wichtiger Baustein für mehr Zusammenhalt und soziale Verantwortung in den angrenzenden Stadtteilen. Besonders positiv hervorheben möchte ich, dass wir mit diesem Projekt nicht nur akute Not lindern, sondern auch einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität im Quartier leisten. Das zeigt, wie wichtig gezielte Investitionen in soziale Infrastruktur für ein solidarisches und lebenswertes Altona sind.“
Blick in die Obdachlosen Tagesstaette Altona. Foto: F&W, A. LangDie TAS bietet im Erdgeschoss zwei Aufenthaltsräume, von denen einer als erster Anlaufpunkt und Speisesaal dienen wird. Der andere ist als ruhiger Bereich vorgesehen, auch betreute Angebote sollen hier stattfinden. Im 1. Obergeschoss stehen geschlechtergetrennte Räume eigens zum Ausruhen zur Verfügung. Hier befinden sich auch Duschen, Waschräume und Toiletten. Im 2. Obergeschoss befinden sich Büros und Beratungsräume. Die Wohnungen liegen im 3. bis 6. Obergeschoss.
Die 1-Personen-Kompaktwohnungen auf vier Etagen desselben Gebäudes sind barrierereduziert. Vorbehalten sind sie Mieter:innen, die aus der Obdach- oder Wohnungslosigkeit kommen und sich so weit stabilisiert haben, dass sie einen eigenen Haushalt führen können.
Der Neubau schließt in der Stresemannstraße eine 550 Quadratmeter große Baulücke. Er hat zur Straße sieben und zum rückseitigen Hof zwei Geschosse einschließlich Erdgeschoss. Die 2023 begonnene Bebauung des Grundstücks war herausfordernd, denn die Nähe zum Bahndamm erforderte Maßnahmen zum Erschütterungsschutz und einen hohen Schallschutz. Die Baukosten liegen bei knapp 10 Mio. Euro.
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