Altona (2. Juli 2026, Konrad Matzen) · Das Führungsduo im Westen der Hansestadt ist wieder komplett. Ein erfahrener Verwaltungsexperte, der zuletzt in Hamburg-Mitte das Zepter bei millionenschweren Stadtprojekten schwang, zieht nun im Altonaer Rathaus die Fäden. Doch wer ist der neue Mann, dessen erste Amtshandlung ihn ausgerechnet zu den Uhus ins Wildgehege Rissen führte, und was treibt ihn an seiner neuen Wirkungsstätte an?

Das Geheimnis um die Nachfolge von Christoph Brümmer ist gelüftet. Nachdem der ehemalige stellvertretende Bezirksamtsleiter bereits im Juni dieses Jahres als Leiter des Amtes für Verwaltung in die Schulbehörde gewechselt war, hat Altona nun zügig adäquaten Ersatz gefunden. Der 46-jährige Gordon Nelkner fungiert ab sofort als neuer Steuerungsdezernent und Vize-Bezirksamtschef.

Mit Nelkner sichert sich das Bezirksamt einen echten Routinier der hamburgischen Verwaltung. Mehr als zwei Jahrzehnte verbrachte er bereits im öffentlichen Dienst und blickt dabei auf ein breites Portfolio zurück, das von den Bereichen Soziales und Gesundheit über den Verkehr bis hin zur Stadtentwicklung reicht. In seiner jüngsten Station leitete Nelkner das Baudezernat im Nachbarbezirk Hamburg-Mitte. Dort standen rund 500 Mitarbeiter unter seiner Führung, während er zentrale Entwicklungs- und Investitionsvorhaben der Stadt steuerte.

Diese gesammelte Expertise soll nun Altona zugutekommen. Hier wird der Neuzugang die strategische Weiterentwicklung des Bezirksamtes maßgeblich begleiten. Als Steuerungsdezernent und Bindeglied soll er unterschiedlichste Interessen, Perspektiven und sachliche Notwendigkeiten bündeln, um pragmatische und innovative Lösungen für den Bezirk zu schmieden.

Bezirksamtsleiter Dr. Sebastian Kloth zeigt sich sichtlich erleichtert über den reibungslosen Übergang: „Mit Gordon Nelkner gewinnt das Bezirksamt einen erfahrenen Kollegen, der die Hamburger Verwaltung aus vielen unterschiedlichen Bereichen kennt und zugleich über langjährige Führungserfahrung verfügt.“ Besonders die Tatsache, dass das Leitungsteam im Bezirksamt Altona nun wieder komplett ist, stimme ihn überaus positiv für die Zusammenarbeit.

Und der neue Steuerungsdezernent selbst? Gordon Nelkner blickt tatendurstig auf sein neues Amt. „Ich habe stets die Aufgabenfelder gesucht, bei denen es im Kern darum geht, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und Dinge voranzubringen“, erklärt der 46-Jährige bestimmt. Genau in diesem Gestaltungsspielraum liege für ihn der Reiz der neuen Position.

Dass diese Verantwortung durchaus greifbar und bodenständig ausfallen kann, stellte Nelkner direkt zum Auftakt unter Beweis. Fernab von trockenen Aktenordnern absolvierte er eine seiner allerersten Amtshandlungen direkt in der Natur: Im Rahmen der Eröffnung der neuen Uhu-Voliere stellte er sich den Gästen persönlich vor. Ein nahbarer Start, der zeigt, dass der neue Vize-Chef bereit ist, für seinen Bezirk auch den Schreibtisch zu verlassen.