30 zufällig ausgeloste Bürgerinnen und Bürger, vor allem aus Blankenese, aber auch aus den angrenzenden Stadtteilen, kommen in drei unterschiedlichen Sitzungen zusammen. Zwei Drittel der Teilnehmenden stammen aus Blankenese, ein Drittel aus der Umgebung – ein Setup, das der zentralen Rolle Blankeneses als Anziehungspunkt Rechnung trägt.
Das Ziel ist klar: Mobilität soll nicht nur funktional, sondern klimaschonend, sicher und lebenswert gestaltet werden. Die Bürger sollen ihre unterschiedlichen Perspektiven einbringen – ob Ältere, Familien, Pendelnde, Kinder oder Gewerbetreibende.
Workshops, Jugendbeteiligung und Expertise im Mix
Der Bürger:innenrat setzt auf dialogische Beteiligung: Auftaktveranstaltung, Workshop und Abschluss stehen auf dem Plan. Parallel beteiligt sich auch die Jugend: In Schul-Workshops entwickeln Jugendliche eigene Mobilitätsideen – eine Delegation darf diese dann im Rat einbringen und später reflektieren.
Fachliche Impulse von Experten sowie die redaktionelle Ausarbeitung der Ergebnisse in einem „Bürger:innengutachten“ stärken die Substanz der Beratung. Die Empfehlungen landen anschließend bei Politik und Verwaltung – und sollen auf Machbarkeit geprüft werden.
Die Mobilität in Blankenese ist in Bewegung: Klimaschutz, veränderte Bedürfnisse und hohe Anforderungen an Aufenthaltsqualität sind Treiber – gleichzeitig eröffnet sich die Chance, das Miteinander im Ortskern neu zu gestalten.
Bereits am 25. Januar 2024 hatte die Bezirksversammlung diesen Weg beschlossen – mit dem Ziel, ein neuartiges, losbasiertes Beteiligungsverfahren zu starten. Lokale Initiativen wie der Arbeitskreis Ortskern, Zukunftsforum und Blankenese Miteinander haben das Verfahren angestoßen.
Verzögerungen waren vorhersehbar
Trotz des politischen Willens setzte sich die Umsetzung nicht sofort in Bewegung: Komplexe Planungsstrukturen, Auslastung des Fachamtes Mobilität, der Pilotcharakter dieses Verfahrens – vieles verlangsamte den Auftakt. Im September soll es ein Treffen der Blankeneser Initiatoren mit Verantwortlichen aus dem Altonaer Rathaus geben, bei dem das Konzept und die Zielsetzung noch einmal ausführlich besprochen werden soll, damit das Projekt gelingt. Dann soll aber, so der Plan, das Vorhaben zügig umgesetzt werden, denn es ist bereits ein Stadtentwicklungs-Büro mit der Durchführung beauftragt.


