Sicher ist sicher

Das Wichtigste vorab: Die Sicherheitslage ist stabil und so gut wie seit Jahren nicht mehr. Das zeigen aktuelle Daten des PK 26. Besonders bei Wohnungseinbrüchen verzeichnet die Polizei deutliche Rückgänge – ein Trend, der sich in ganz Hamburg abzeichnet und auch in den Elbvororten spürbar ist. Die Stadtteilpolizistinnen und -polizisten sind zentrale Ansprechpartner. „Unsere Kolleginnen und Kollegen sind täglich in den Quartieren unterwegs und haben ein offenes Ohr für die Menschen“, heißt es aus dem Kommissariat. Gerade über diesen direkten Kontakt erhält die Polizei viele Hinweise aus erster Hand.

Kriminalitätsniveau auf niedrigem Stand

In der Stadt insgesamt ist das Kriminalitätsniveau rückläufig. Wohnungseinbrüche sind besonders belastend, weil sie nicht nur materielle Schäden verursachen, sondern auch das Sicherheitsgefühl im eigenen Zuhause beeinträchtigen. Hamburg kann hier Erfolge vorweisen: Während 2015 noch 9.006 Fälle registriert wurden, sank die Zahl kontinuierlich auf 3.008 im Jahr 2024 und 2.177 Fälle bis September 2025. Mehr als jeder zweite Einbruch bleibt inzwischen im Versuchsstadium stecken – ein Hinweis auf verbesserte Sicherungstechnik.
Die Entwicklungen beim Wohnungseinbruchdiebstahl sind sehr erfreulich und gelten auch für die Elbvororte“, erklärt Polizeirätin Sperghei Samandar, die im April die Leitung des Kommissariats übernommen hat. Zuvor war sie unter anderem im Lagezentrum als „Polizeiführerin vom Dienst“ tätig.

Prävention im Fokus

Aktuell beschäftigen die Menschen vor allem Graffiti am Bahnhof Blankenese und Verunreinigungen am Bahnhof Rissen. „Solche Vorfälle sind zwar weniger schwerwiegend, beeinflussen aber das subjektive Sicherheitsempfinden stark.“ Das PK 26 setzt auf Prävention: Infostände an belebten Orten wie dem Elbe-Einkaufszentrum oder Wochenmärkten, oft unterstützt vom Landeskriminalamt, sowie gezielte Aufklärung älterer Menschen vor Trickbetrug. „Das sind perfide Maschen. Trotz Aufklärung fallen leider immer noch Menschen darauf rein – deshalb dürfen wir nicht nachlassen“, sagt Samandar. Jüngere Zielgruppen werden über Social Media angesprochen. Das Präventionsangebot dort ist „kreativ, informativ und mit einer Prise Humor“ versehen. Außerdem ist die Polizei Hamburg auch via WhatsApp erreichbar.

Zusammenarbeit im Stadtteil

Für stabile Sicherheit arbeitet das PK 26 eng mit Schulen, sozialen Einrichtungen, dem Bezirksamt und lokalen Initiativen zusammen. Hinweise aus der Bevölkerung sind besonders wichtig: Wer etwas Verdächtiges sieht, sollte lieber einmal zu viel den Notruf 110 wählen.
Sicherheit entsteht immer gemeinsam. Wir reagieren kontinuierlich auf Veränderungen und passen unsere Maßnahmen an. Unser Ziel ist es, das niedrige Straftatenniveau in den Elbvororten zu halten – und wenn möglich weiter zu senken“, betont Samandar.

»Sicherheit entsteht immer gemeinsam« – Interview mit der Leiterin des PK 26, Sperghei Samandar.