Reimund C. Reich hat mit seinem persönlichen Vermögen eine Stiftung ins Leben gerufen und nimmt mit ihr insbesondere Hamburger Projekte in den Blick, die sich für obdachlose Menschen und für Kinder und Jugendliche aus prekären Verhältnissen einsetzen. Unter Zurückstellung eigener Interessen orientiert er sich an den Bedarfen anderer Menschen, er engagiert sich langfristig und hilft über die finanzielle Förderung hinaus auch durch seinen persönlichen Einsatz und ideelle Ermutigung, indem er zum Beispiel bei der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten sowie bei der Umsetzung von Projektideen und Zielen unterstützt. Sein Engagement ist dabei als eine besondere Leistung für das Gemeinwohl herauszustellen und trägt zum sozialen Zusammenhalt bei", sagte Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer bei der Überreichung.

Reimund C. Reich wurde 1933 in Hamburg geboren. Er lernte das Zimmererhandwerk und war im Schiffbau tätig, bevor er sich in den 1960er-Jahren im Bereich Trockenbau selbstständig machte. Sein Vermögen bildete den Grundstock der gemeinnützigen Reimund C. Reich Stiftung, die heute von einem dreiköpfigen Vorstand um die Vorsitzende Simone Grau geleitet wird. Die großen Förderthemen sind dabei die Versorgung und Befähigung obdachloser Menschen mit dem Ziel, die Obdachlosigkeit zu überwinden, und die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen aus prekären Verhältnissen, um Ihnen Teilhabe und Bildung zu ermöglichen. Die Stiftung unterstützt regelhaft verschiedene Organisationen, darunter etwa Der Hafen hilft e. V., Leben im Abseits e. V., das Café Augenblicke des Jesus-Centers und die Praxis ohne Grenzen e. V..

 Mit einer Großspende ermöglichte die Reimund C. Reich Stiftung den Bau eines Wohnhauses für obdachlose Menschen im Hamburger Trinitatis-Quartier. Die 26 Wohnungen des im Februar 2025 eröffneten „Reimund C. Reich Hauses“ werden ausschließlich an obdachlose Menschen in Kooperation mit dem Verein Leben im Abseits e. V. vermietet. Schon vor der Gründung der Stiftung im Jahr 2008 hatte sich Reimund C. Reich sozial engagiert und unter anderem die Alsterdorfer Anstalten (heute: Evangelische Stiftung Alsterdorf) und die Suppenküche „La Cantina“ gefördert. Reich förderte ein weiteres Projekt in Sülldorf und anderen Stadtteilen.