Zahlreiche Jungtiere bescheren dem Wildgehege Klövensteen in Rissen gleich doppelten Grund zur Freude: Mindestens 16 Wildschwein-Frischlinge sowie fünf Mufflon-Lämmer erblickten in den vergangenen Wochen das Licht der Welt. Tierpfleger Max Henkel freut sich über "einen wunderschönen Babyboom bei den Wildschweinen." Die Frischlinge kamen gestaffelt zur Welt, die ersten vor vier Tagen, die jüngsten von Muttertier Rosetta erst am Montag.
Bei den Mufflons begann der Nachwuchs schon etwas früher: Das erste Lamm kam bereits am 12. April zur Welt. "Es ist nicht nur ein Babyboom bei den Wildschweinen, sondern der Start in das neue Babyjahr für das ganze Wildgehege", weiß Henkel. Eine der Sauen, eine ehemalige Handaufzucht namens Rosetta, baute ihr Nest besonders nah am Außenzaun des Geheges. Wildschweine graben für ihre Jungen normalerweise eine Erdkuhle aus und tragen Äste, Zweige und Gras zusammen. "Damit bauen sie sich ein schönes Nest, wo sie die Frischlinge dann zur Welt bringen", erklärt der Tierpfleger. Rosetta hat sich viel Material von einem alten Heuballen im Gehege geholt und nahe des Zauns eingerichtet.
Die Tierpfleger planen, den Besucher-Bereich des sogenannten Wurfkessels temporär etwas weiträumiger abzusperren, damit das Muttertier die ersten Tage in Ruhe mit ihrem Nachwuchs verbringen kann. Trotzdem bleibt sie für Besucher sichtbar: "Man kommt auf einige Meter an sie heran, trotz Absperrung", verspricht Henkel. Bei den drei Sauen handelt es sich um zwei erfahrene Mütter sowie eine Erstgebärende. "Die Handaufzucht Rosetta ist den Menschen etwas zugewandter, aber auch sie findet es natürlich nicht toll, wenn man direkt nebenan steht", sagt Henkel.
In den kommenden Wochen erwartet das Gehege weiteren Nachwuchs bei den Dam- und Rothirschen. Die besten Chancen, Frischlinge und Lämmer zu beobachten, bieten die täglichen Fütterungsrunden, die ab 13:30 Uhr am Wildgehege-Eingang starten und durch alle Stationen des Geheges führen.





















