Elbvororte (15. September 2026, Markus Krohn) Das Bestattungsinstitut Bade ist ein Familienun­terneh­men, das Hinterbliebenen in ei­nem schmerzhaften Lebens­- einschnitt mit Bei­stand und Hilfe zur Seite steht.
Die Inhaber blicken auf eine lange Tradition zurück: Ge­gründet wurde das Bestat­tungs­institut am 1. Oktober 1976 von Hans Wilhelm Bade und seiner Frau Heidi Bade.
Im Jahr 2005 trat der Sohn André Bade und im Jahr 2007 die Tochter Nina Bade in das Unternehmen ein. Das Institut zählt zu den ältesten Unter­neh­men in der Bestattungsbranche im Kreis Pinneberg und den Elbvororten.
Seit 2009 steht das moderne Institut in der Flerrentwiete 32 in Wedel zur Verfügung. Hier werden Hinterbliebene individuell und umfassend betreut. Individuelle Wünsche können hier unkompliziert umgesetzt werden. Am Hauptstandort be­findet sich die Hauptver­wal­tung, eine eigene Kapelle, ein Café und Beratungs- sowie Abschiedsräume, in denen An­gehörige sich von ihren Ver­storbenen verabschieden können. Zuletzt entstand 2024 ein Erweiterungsbau.
Bereits seit Januar 2020 steht das Bestattungsinstitut Bade in der Sülldorfer Landstraße 5 in Iserbrook zur Verfügung. Hin­zugekommen ist im Oktober 2025 die neue Filiale im Os­dor­fer Weg 108 in Groß Flottbek.

Trauerbegleitung und Erinnerungskultur

Nicht jeder Hinterbliebene ist in der Lage, über seine Trauer zu sprechen. Die Angebote einer professionellen Trauerbeglei­tung kann das Team vom Bestattungsinstitut Bade bei Ihrer Trauer helfen. Was bleibt, wenn man einen geliebten Menschen verloren hat? Erinnerungen und Bilder bewahren das Andenken. In der Lichtgedenkfeier können Sie in einem feierlichen Rahmen Ihren Verstorbenen gedenken. Viele Selbsthilfegruppen bieten Trauernden Austausch in der Trauerphase an.

Das Institut feiert das Fir­men­jubiläum mit vier besonderen Veranstaltungen: Bei einem Kre­ativnachmittag am 26. Sep­tember um 15 Uhr in Groß Flottbek sollen Sonnenfänger gebastelt werden, die die leisen, schweren Töne mitnimmt, am 7. Oktober um 19 Uhr lädt das Institut zu einer Benefiz-Lesung mit der Autorin Louise Brown zugunsten des Hospiz Sinus Othmarschen ein. Mit Musik, Essen, Trinken und guten Gesprächen wird dann am 2. Oktober in Wedel und am 10. Oktober in den beiden Filialen in Iserbrook und Groß Flottbek gefeiert. Im Mittel­punkt steht dann eine Regi­strierungsaktion der DKMS. „Unser 50-jähriges Jubiläum möchten wir nicht nur gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden feiern, sondern auch nutzen, um etwas zu bewegen. Die DKMS-Registrie­rungsaktion ist für uns deshalb eine echte Herzensangele­gen­heit. Vielleicht kann eine Registrierung eines Tages einem Menschen das Leben retten. Und für jeden Spender halten wir eine kleine süße Überra­schung bereit!“, verspricht Ge­schäftsführer André Bade.

Haben Sie Angst vor dem Tod?

Zum 50-jährigen Jubiläum des Bestattungsinstitutes traf Dorf Stadt-Herausgeber Markus Krohn André Bade in der Flottbeker Filiale: der Geschäfts­führer ist ein ehemaliger deutscher Bas­ket­ballspieler. Im Sommer 1996 rückte Bade kurzzeitig in den Kader der Nationalmannschaft auf und absolvierte acht Spiele im Nationaltrikot, bevor er in das Bestattungsinstitut seines Vaters einstig.

DorfStadt: Wie hat sich das Geschäft im vergangenen halben Jahrhun­dert verändert?
André Bade: Das Bestattungs­gewerbe hat sich wesentlich verändert: Es finden immer weniger kirchliche Bestattun­gen statt, individuell gestaltete Beerdigungen werden wichtiger, bei denen die Familien den Rahmen bestimmen, dabei steigen die Ansprüche auch an die Technik. Wir versuchen, alle Wünsche soweit möglich umzusetzen und lernen täglich dazu. Auch wenn viele Familien immer noch eine traditionelle Beisetzung bevorzugen, gibt es immer mehr Menschen, die nach neuen Formen für die Trauerfeier und die Beisetzung fragen. Die Bedeutung von Naturbestattungen nimmt ebenfalls zu. Auf uns als Bestatter kommt immer mehr die Aufgabe zu, Familien zu koordinieren, die aus unterschiedlichen Regionen hierher strömen, um bei der Bestattung dabei sein zu können.

Gibt es auch bei Bestattern Trends?
Ja, immer mehr Menschen beschäftigen sich sehr rechtzeitig mit dem Sterben und der Vorsorge. Vielen ist es ein Anliegen, ihren Angehörigen etwas von der Last des Ab­schiedes abzunehmen. Zudem möchten viele eigene Wünsche festlegen. Dafür bieten wir unverbindliche Beratungen an.

Warum sind Sie Bestatter geworden?
Für mich ist der Beruf des Bestatters absolut faszinierend. Ich lerne jeden Tag neue Menschen kennen. Das durchweg positive Feedback motiviert mich zusätzlich. Durch den Kontakt zu den unterschiedlichsten Menschen kann ich auch viel fürs Leben lernen – viel davon kann ich auch an andere weitergeben.


Ist denn jede Situation traurig, oder können Sie auch mal lachen?
Meistens ist die Stimmung der Trauernden natürlich eher gedämpft, nicht selten fließen in den Gesprächen Tränen, dennoch macht uns unsere Arbeit viel Spaß, weil wir wissen, dass wir den Familien durch eine schwere Zeit helfen können. Die Arbeit mit unseren motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern macht wirklich Spaß – und dann können wir auch mal lachen.

Erinnern Sie sich an bestimmte Situationen besonders?
Es war ein ganz besonders emotionaler Moment, als eine 12-Jährige einen Brief an ihren verstorbenen Vater verlas. Da kamen auch mir die Tränen… Wir betreiben unseren Beruf sehr ernsthaft und leidenschaftlich – da brauchen wir auch manchmal Abstand vom Alltag, um die Geschichten, mit denen man konfrontiert wird, zu verarbeiten. Da hilft ein Ausgleich mit Freizeitaktivitäten wie Sport oder Angeln.

Was beeindruckt Sie im Alltag?
Auch wenn die Themen Sterben und Tod meist aus dem Alltag verdrängt werden, gibt es doch erstaunlich viele Menschen, die sich damit beschäftigen und sich bei uns bewerben – oft als Quereinsteiger.
Einige von ihnen unterstützen als Mitarbeiter unseres Insti­tutes ältere Menschen in unseren Veranstaltungen mit ihrer Trauer umzugehen und ihre Einsamkeit zu überwinden – eine große Herausforderung unserer Zeit, weil immer mehr Familien auseinanderdriften!

Welches ist Ihr Lieblings-Friedhof?
Das ist gar nicht so einfach zu sagen, denn gerade in den Elbvororten gibt es nur schöne Friedhöfe, die mich eher an großartige Parks erinnern, durch die man prima spazieren gehen kann. Ich persönlich würde gerne auf einem Wald­friedhof beerdigt werden. Die Beständigkeit des Wandels in der Natur beeindruckt mit auf besondere Weise…

Haben Sie eigentlich Angst vor dem Tod?
Nein – überhaupt nicht! Ich hoffe, dass ich ohne schwere Krankheiten durchs Leben gehe. Das bedeutet natürlich nicht, dass ich völlig sorglos durchs Leben gehe, aber ich möchte es gemeinsam mit meiner Familie auch genießen.

 


Bestattungsinstitut Bade GbR
Filialen in Iserbrook und Flottbek
Tel.: 524 77 62 00
www.bade-bestattungen.de

 

Kreativnachmittag Trauer-Sonnenfänger

50 Jahre Bade – Jubiläumstag in Wedel

50 Jahre Bade Jubiläumstag in Hamburg-Iserbrook und -Groß Flottbek

Benefiz-Lesung mit Louise Brown und Cihan Morsünbül