Obwohl die Nienstedtener auf zahlreiche verletzte und erkrankte Akteure verzichten mussten, gingen sie bereits in der vierten Minute in Führung: Der aufgerückte Verteidiger Moritz Rosemeier köpfte einen von der linken Seite kommenden Eckstoß ein. In der Folge standen die Hausherren sicher in der Abwehr und SCN-Keeper Daniel Dreisow fing die Bälle, die auf sein Tor kamen, sicher ab.

Im Glück waren die Nienstedtener kurz nach der Pause, als Bruno Gyurkovics rechts im eigenen Strafraum stehend einen Schuss des Eimsbüttelers Sherif Mustapha Jinadu mit seinem ausgestreckten rechten Arm abwehrte. Schiedsrichter Phillip Mindermann (vom Niendorfer TSV) konnte dies offenbar nicht sehen und ließ die Partie weiterlaufen. In der 1. und 2. Bundesliga hätte hier sicher der Video-Schiedsrichter eingegriffen, aber den gibt es zum Glück für Gyurkovics in der Landesliga nicht (49. Minute).

Auch SCN-Rechtsverteidiger Ilir Neziri konnte sich bei Mindermann bedanken, dass er ihm, als er sich trotz einer Vorbelastung mit Gelber Karte ein erneutes Foul leistete, nicht „Gelb-Rot“ zeigte (65.). Kurz darauf wurde Neziri von den SCN-Trainern Graupner und Udo Erxleben ausgewechselt, weil er angeschlagen war. Die vorzeitige Entscheidung verpassten in der Schlussphase zwei Nienstedtener „Joker“: Erst scheiterte Yannik Kurowski von halbrechts an ETV-Torwart Luis Voß (81.), dann zielte Alexander Brunotte von halblinks nicht genau genug (83.).

So blieb es bis zum Ende eng. Nachdem Graupner noch die Gelbe Karte gesehen hatte, weil er eine Freistoß-Entscheidung für die Gäste als „lächerlich“ bezeichnet und Schiedsrichter-Assistent Benjamin Dau (Niendorf) ihn bei Mindermann „verpetzt“ hatte, erfolgte aber der Abpfiff und alle Nienstedtener lagen sich in den Armen. Graupner freute sich über „eine sehr gute Team-Leistung“ und betonte abschließend: „Genau diese Reaktion wollten wir nach den letzten Niederlagen sehen.“