Iserbrook/Blankenese (23. April 2026 Markus Krohn) · Ein lange diskutiertes Projekt nimmt nun konkrete Formen an: Die Kunstrasenplätze an der Simrockstraße in Iserbrook werden umfassend saniert. Möglich macht das eine Förderung aus Bundesmitteln, die im Rahmen der sogenannten „Sportmilliarde“ bereitgestellt werden. Der Haushaltsausschuss des Deutscher Bundestag gab am 22. April grünes Licht für die erste Tranche der Gelder.

Mit einem Gesamtvolumen von 568.000 Euro zählt das Vorhaben zu den bedeutenderen Einzelmaßnahmen im Bezirk Altona. Der Bund übernimmt davon 251.100 Euro. Ziel ist es, die stark beanspruchten und inzwischen sanierungsbedürftigen Plätze grundlegend zu erneuern.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Falko Droßmann, der das Projekt politisch begleitet hat, sieht darin eine längst überfällige Entscheidung: „Die Kunstrasenplätze an der Simrockstraße sind seit Jahren stark beansprucht und sanierungsbedürftig. Mir war es wichtig, dass wir hier endlich handeln. Die Vereine vor Ort brauchen verlässliche und sichere Bedingungen für Training und Spielbetrieb.“

Vor allem zwei Traditionsvereine profitieren direkt von der Maßnahme: die FTSV Komet Blankenese sowie der SV Blankenese. Beide nutzen die Anlagen regelmäßig und sind auf funktionierende Infrastruktur angewiesen, um ihren Trainings- und Spielbetrieb aufrechtzuerhalten.

Auch auf lokaler Ebene wird die Entscheidung begrüßt. Sören Platten, Kreisvorsitzender der SPD Altona, betont die gesellschaftliche Dimension: „Unsere Sportvereine in Altona werden durch viel Ehrenamt und Engagement getragen und leisten einen riesigen Beitrag für ein solidarisches Zusammenleben. Diese hervorragende Arbeit funktioniert nur mit entsprechender Infrastruktur.“

Die Bedeutung moderner Sportstätten geht dabei über den reinen Trainingsbetrieb hinaus. Sie gelten als soziale Treffpunkte, fördern Integration und stärken den Zusammenhalt in den Stadtteilen. Droßmann hebt diesen Aspekt hervor: „Es ist immer wieder beeindruckend, wie viele Ehrenamtliche und Sportbegeisterte sich auf unseren Sportanlagen in Hamburg engagieren. Dafür brauchen wir die bestmögliche Infrastruktur – die heutige Entscheidung ist dafür ein wichtiger Schritt.

Mit der „Sportmilliarde“ verfolgt der Bund ein klares Ziel: die bundesweite Modernisierung von Sportstätten und damit die langfristige Stärkung des Breitensports. Die Sanierung in Blankenese ist dabei nur ein Baustein eines umfassenden Programms – für die Vereine vor Ort jedoch ein entscheidender.