Im dritten Spiel nach der Anfang September erfolgten Trennung von Chefcoach Daouda Diarrassouba stand am Freitagabend bei den Bezirksliga-Fußballern der SV Blankenese der dritte Verantwortliche an der Seitenlinie. Nach Neu-Trainer Ramon Sagebiel (6:2-Sieg gegen den Hamburger SV IV) und Fußball-Abteilungsleiter Marc Zippel (1:3 beim VfL Pinneberg) gab nun, wegen Sagebiels Urlaub, Co-Trainer Emre Mehmet Uyar die Kommandos.

Gegen den TuS Holstein Quickborn gab es nach abwechslungsreichen 90 Minuten eine 2:4 (1:2)-Niederlage. „Ihr habt gut gekämpft“, sagte Uyar, der schon im Sommer am Sülldorfer Kirchenweg als Co-Trainer eingestiegen war, nach dem Abpfiff zu seinen Schützlingen. „Und als es 2:2 stand, waren wir dicht davor, die Partie zu unseren Gunsten zu drehen“, ergänzte Uyar, der einst auch selbst für die Blankeneser gekickt hatte.

Wahre Worte. In der ersten Halbzeit hatten die Quickborner noch klare Vorteile und durch Spielertrainer Sohrab Safi (24. Minute) sowie Mikel Mucaku (39.) zwei Tore vorgelegt. Der Anschlusstreffer von Ramy Mansour (45.) bedeutete aber neue Hoffnung für die Hausherren, die kurz nach dem Seitenwechsel zum Ausgleich kamen. Jan-Ole Holst verwandelte einen Elfmeter (47.) und bei einem weiteren Strafstoß gab es sogar die Chance, die Partie zu drehen.

Daraus ist leider nichts geworden“, analysierte Uyar angesichts der Tatsache, dass Mansour vom ominösen Punkt aus scheiterte. In der Folge wogte die Partie hin und her. Die Heim-Elf blieb vornehmlich mit langen Bällen auf Holst und Dennis-Marcel Ayas gefährlich. Doch in der 75. Minute schlug das Pendel zugunsten der Gäste aus: Musawar Ahmed Khokhar traf von halblinks aus 18 Metern in das lange Eck – 2:3.

Die Blankeneser drängten in der Folge zwar, doch eine klare Chance zum abermaligen Ausgleich konnten sie sich nicht mehr erspielen. Endgültig entschieden war die Partie, als der Quickborner „Joker“ Tim Heinitz stach: Von halbrechts aus traf er brachial in das lange Eck und feierte das 2:4, indem er sich sein Trikot auszog und es einigen jungen Blankeneser Zuschauern präsentierte, die sich zuvor über seinen Spitznamen Heino lustig gemacht hatten.

Während Heinitz dafür die Gelbe Karte bekam, hatte der Blankeneser Interimstrainer kurz zuvor sogar „Rot“ gesehen. Einen Schubser gegen Holstein-Akteur Finn Stripling, der einen Einwurf in der Blankeneser Coaching-Zone und damit zu weit vorne ausführen wollte, wertete Schiedsrichter Caspar Elias Timm (Eimsbütteler TV) als Tätlichkeit und zückte „Rot“. Damit wird es am Dienstag, 30. September, wenn die SVB-Kicker in der vierten Runde des Lotto-Pokals den Landesligisten SSV Rantzau empfangen (19.30 Uhr/Waldesruh), wieder ein anderer Verantwortlicher an der Linie stehen.

Emre Mehmet Uyar