Rissen
Pastor Zipkat verabschiedet sich aus Rissen
Rissen (22.09.2013, mars) · Bänke der Johannes-Kirche voll besetzt - zur Hälfte mit Jugendlichen: Am Wahl-Sonntag wurde Pastor Ingo Zipkat (2.v.l.) von Propst Dr. Horst Gorski (l.), seinen Kollegen Steffen Kühnelt sowie Dr. Claudia Tietz verabschiedet. Die Vorsitzende des Kirchengemeinderates geht im Oktober. Die Nachfolger stehen voraussichtlich erst im Frühjahr 2014 fest.
Senator Rabe in Rissen
Rissen (19.09.2013, mars) · „Das Zusammenleben von Stadtteilschule und Gymnasium Rissen stimmt noch nicht“: Solche Hinweise einzelner Eltern erreichten die DSZ-Redaktion. Unser Reporter besuchte den Campus beim Standard-Rundgang des Schulsenators im August. Ties Rabe wollte nur fotografiert werden: „Der Terminplan.“ Deshalb fragte DSZ Katrin Buchholz, die stellvertretende Schulleiterin, nach der Lage: „Es entwickelt sich positiv“. Auch Mischka Lagermann vom Elternrat konnte oder wollte nicht klagen: „Wir Eltern arbeiten gern zusammen“.
Da kamen Schüler – ungefragt und ehrlich – auf den Punkt. Als unser Berichterstatter Fotos von den Klassen-Containern machen wollte, fragten ihn einer rhetorisch: „Finden Sie das schön?“ Der zweite Pennäler sprach seine Parkplatznot an: „Die Räder stehen so dicht, da brauche ich eine Stunde, um vom Hof zu kommen.“
Vorab hatte die DSZ eine Mittteilung erhalten: „Wir wollen ein offenes Miteinander, bei dem die Schulleitungen und Gremien beider Schulen ihre Schule immer im Blick auf den Campus vorantreiben“, so der Leiter des Gymnasiums, Reinhold Szews und ergänzt: „Das Gymnasium ist nicht eine einzige 'Hochgeschwindigkeits-Stressstrecke' für die hochbegabte Kinder und die Stadtteilschule nicht der 'bequemere Weg für die Lernschwächeren“. Die Idee eines gemeinsamen Bildungs- und Kulturcampus solle sich in den millionenschweren Ausbauten wiederfinden.
Nach dem Besuch beantwortete der Schulsenator alle Fragen. Das Interview unter dem Motto: Statt Zäune zu ziehen, Schulcampus Rissen leben" finden Sie hier:
Herr Senator Rabe, welchen ersten Eindruck haben Sie von der Kombination "Gymnasium und Stadtteilschule" in Rissen gewonnen? Welche Besonderheit hat Sie beeindruckt?
„Ich bin in Rissen sehr herzlich empfangen worden. In Gesprächen mit den Schulleitungsteams, Lehrerkollegien, Eltern und Schülern der Stadtteilschule und des Gymnasiums wurde deutlich, dass beide Schulen eine gemeinsame Zukunft gestalten wollen. Man kennt seine jeweiligen Stärken und die des Nachbarn. Statt Zäune zu ziehen, möchten alle Beteiligten nun den „Schulcampus Rissen“ leben. Das ist eine gute Idee.“
Wie steht es dort um Spannungen, die eine Verdichtung unterschiedlicher Schüler bewirken könnte?
„Welche Unterschiede sollen das sein? Kinder bleiben Kinder, Jugendliche bleiben Jugendliche. Sie besuchen vielleicht unterschiedliche Schulen, aber sie haben gleiche Hobbies, einen ähnlichen Musikgeschmack, typische Interessen. Und das gemeinsame Erleben auf dem Schulgelände bringt sie einander näher. Dass es auch mal Spannungen gibt, ist ganz normal – unabhängig von der Größe der Schule oder Zusammensetzung der Schülerschaft.“
Sind Schulhof-Konflikte und Drogen ein Thema in der westlichsten Schule?
„Gewaltprävention und eine umfassende Aufklärung über Drogen werden an allen Hamburger Schulen im Rahmen der Lehrpläne thematisiert. Natürlich auch in der Stadtteilschule Rissen und im Gymnasium Rissen.“
Am Rande Ihres Besuchs hat man mich auf die "hässlichen" Container und "enge" Fahrradplätze angespochen. Bleibt das so?
„Das Lernen in mobilen Klassenräumen und eingeschränkte Platzverhältnisse auf dem Schulgelände sind die Begleiterscheinungen auf dem Weg zu schöneren und größeren Schulräumen. Auf diese Räume freut man sich in Rissen und rückt gerne zusammen, bis alles fertig ist. Jahrelang wurde zu wenig gebaut. Jetzt fangen wir endlich an zu bauen, da sollte man nicht über die unvermeidlichen Begleiterscheinungen klagen. Am Ende gibt es schöne neue Schulen. Das zählt!“
Das Interview führte unser Autor Marcus Schmidt
Gleich zwei Johannes-Pastoren gehen!
Rissen (19.09.2013, mars) · Gleich zwei Stützen der Johannes-Gemeinde Rissen brechen weg: Pastorin Dr. Claudia Tietz und Pastor Ingo Zipkat. Zwei von drei Pastoren fehlen schlagartig in der Gemeindearbeit.
Pastor Ingo Zipkat geht nach dreijährigem Einsatz. „Auf eigenen Wunsch“, wie eine Pressemitteilung verkündet. Am 30. September ist Schluss. Zipkat habe während seiner Zeit in Rissen der kirchlichen und weltlichen Gemeinde starke Anregungen gegeben. Jugendarbeit mit diversen Freizeiten, die Rissener Runde der Kaufleute, Bürger und Handelskammer gehörten zu seinen Aufgaben. (Die DorfStadtZeitung berichtete ausführlich). Der Kirchengemeinderat, der ehemalige Kirchenvorstand, bedauere seinen Weggang und wünsche ihm alles Gute für den weiteren Weg. Junge Christen hätten sich gerade an ihn gewöhnt, meint ein Vater.
Am späten Donnerstag beschreibt Zipkat den Doppelschlag als „einen blöden Zufall“. Die Gründe für seinen Wechsel erklärt er so: „Es gab unterschiedliche Vorstellungen, wie man die Gemeinde gestalten wird.“ Diese Unterschiede seien zu groß. Wohin der geht, möchte er später verrate
Eine weitere Neubesetzung ist nötig: Tietz, gleichzeitig auch Vorsitzende des Kirchengemeinderats, wird Studienleiterin des Pastoralkollegs der Nordkirche in Ratzeburg. Am ersten November verlässt sie Hamburg. Auch hier sei das Bedauern über den Weggang groß. Sechs Jahre an der Johannesgemeinde hinterlassen eine Lücke. Jugendarbeit, später die Arbeit mit Familien, der Krippe und Kita folgten.
Pastorin Tietz erreichte unseren Reporter in Baden-Würtemberg: „Es ist ein unglückliches Zusammenwirken, aber es gibt kein ausschlaggebendes Erlebnis dafür“. Ab November verspricht die Geistliche eine Vertretung. Ab März soll mindestens eine Stelle wieder besetzt sein.
„Der Kirchengemeinderat – im Umgang mit Veränderungen erprobt – schaut nun seinerseits zuversichtlich in die Zukunft. Es wurden bereits wichtige Gespräche geführt und Entscheidungen vorbereitet“, schreibt Mitglied Kornelius Fürst.
Beide Pastorenstellen sollen innerhalb des nächstes halben Jahres neu besetzt werden. Propst Dr. Horst Gorski hat für die Übergangszeit, „tatkräftige Unterstützung aus dem Kirchenkreis und dem Vertretungspfarramt zugesagt“. Weitere Gerüchte rund um den Doppel-Abschied konnten wir bis zum Redaktionsschluss nicht weiter bestätigen lassen.
Info: Abschiedsgottesdienste
Wer die Rissener Geistlichen ein letztes Mal offiziell sehen will: Ingo Zipkat feiert am 22. September seinen Abschiedsgottesdienst. Pastorin Dr. Claudia Tietz wird in einem Gottesdienst am 20. Oktober ihren Abschied nehmen. Die Zeremonien finden jeweils 15 Uhr statt. Die normalen Vormittagstermine um 9.30 Uhr entfallen an diesen Tagen.
Baywatch in Rissen
Rissen (11.09.2013, MT) · Gute Nachrichten für Strandliebhaber: Schon zum kommenden Sommer soll die DLRG Rettungsstation am Elbufer Wittenbergen durch einen Neubau ersetzt werden.
Über die mangelnde Ausstattung der jetzigen Station hatte die DorfStadtZeitung mehrfach berichtet: Es fehlt an Platz, die Station hat keine sanitären Anlagen und nicht einmal fließend Wasser; die freiwilligen Helfer müssen sich seit Jahren mit einem Bauwagen auf dem Parkplatz des Geländes behelfen.
Im August 2012 fand ein von der DSZ initiiertes Treffen vor Ort statt, mit der SPD-Wahlkreisabgeordneten Anne Krischok und Heiko Mählmann, Präsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Hamburg. Damals versprach Krischok, sich zu „kümmern“.
Und tatsächlich, nun liegen sie vor, die Pläne für einen Neubau an gleicher Stelle. Im kommenden Frühjahr wird die jetzige Station abgerissen, die neue Station dann an gleicher Stelle, etwas wassernäher errichtet: Insgesamt 8 Container über zwei Etagen und insgesamt ca. 118 Quadratmeter werden auf Stahlpfählen getragen, mit einer Verkleidung aus besonders haltbarem Lärchenholz. Erstellt hat den Entwurf das Büro SKA Sibylle Kramer Architektin, übrigens ehrenamtlich; finanziert werden soll das Projekt von SPD-Fraktion (100.000 Euro) und dem Bezirk Altona (50.000 Euro), die andere Hälfte muss die gemeinnützige DLRG aufbringen.
„Vielleicht können wir jetzt mehr junge Menschen dazu animieren, hier als freiwillige Helfer ihre Freizeit zu verbringen“, hofft Odiri Hilgendorf, zuständiger Wachleiter der Station. Und Christian Weißsteiner, seit 1998 im freiwilligen Wachdienst aktiv, freut sich: „Schön, wenn wir uns hier nicht mehr gegenseitig auf die Füße treten. Und wenn wir nach einem Einsatz nicht mehr mitten in der Nacht über den Parkplatz zum Container laufen müssen, um zu duschen!“
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