Elbvororte (26. April 2024, Konrad Matzen) · Oft wird mit „Glas­malerei“ eine eher strenge, mit Blei­linien verbundene Gestal­tung für sakrale Räu­me verbunden. Heute kann künstlerisch ge­staltetes Glas vielfältig eingesetzt werden: Dabei werden ganz neue Bezüge zum Alltagsraum oder zur Gartenanlage hergestellt. Zudem können Ästhetik und Nutzen beispielsweise als Aufprallschutz oder Sicht­schutz verbunden werden.
Der 63-Jährige Maler und Glasmaler Jörgen Habe­dank hat sich als frei­schaffender Künstler der mo­dernen Glas- und Wandge­stal­tung verschrieben. Als Atelier dient eine ehemalige Mühle in Tornesch, viele seiner Kunden sitzen in der Großstadt und statten ihr Büro, Firmenentrees, Kirchen oder den privaten Garten mit seinen Werken aus.


Als wesentliches Gestaltungs­mittel seiner Glaskunstwerke setzt Habedank dabei auf Licht. In der Regel entstehen die architekturbezogenen Glasge­stal­­tungen oder Glasstelen als Auftragsarbeit, die in enger Abstimmung mit Architekten und Auftraggebern entsteht. Nach der künstlerischen Ab­stim­mung wird das Flachglas in der so genannten Floatglas­malerei direkt bemalt, die Farbe wird in mehreren Schichten im großen Brennofen eingebrannt – in besonderen Fällen gesteigert durch den Einsatz von durchgefärbten „Echtantik­glä­sern“. Die „bleifreie“ Float­glas­malerei kommt dem malerischen Anspruch ei­ner „grenzenlosen“ Licht­gestaltung entgegen und kann sich in jede Archi­tektur nahtlos einfügen lassen.

Die modernen Techniken er­möglichen Gläser, die sturm- und wetterfest sind. So hat der Künstler für individuelle Gar­ten­gestaltungen das Format der freistehenden Glasstele mitgeprägt und bringt so Kunst und Natur in einen spannenden Dialog. Glas im Zusammen­klang mit Himmel, mit dem Grün der Pflanzen, mit Wasser als Spiegel – hier entfaltet die moderne Glasmalerei ihre ganz besondere Wirkung.

Jörgen Habedank
Friedrichstr. 21a, Tornesch
Tel.: (0 41 22) 97 98 300
www.farbige-kunst.de