Elbvororte/Bezirk Altona (5. Januar 2026, Konrad Matzen) · Wegen der Gefahr von Ast- und Baumabbrüchen durch die hohe Schneelast hat das Bezirksamt Altona mehrere Grünanlagen – darunter das Wildgehege Klövensteen und den Hauptfriedhof – bis auf Weiteres gesperrt. Besucher sollten derzeit auch andere Parks meiden, da herabfallende Äste ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.

Nachdem die jüngsten Schneefälle zu erheblichen Astabbrüchen in Grünanlagen geführt haben, bleiben im Bezirk Altona mehrere öffentliche Parks und Einrichtungen bis auf Weiteres geschlossen. Das Bezirksamt hat als Vorsichtsmaßnahme unter anderem das Wildgehege Klövensteen und den Hauptfriedhof Altona für Besucherinnen und Besucher gesperrt. Grund dafür ist die akute Gefahr von Schneebruch – einer winterlichen Gefahrenlage, die durch die enorme Last von Schnee auf Bäumen entsteht.

Trotz des winterlichen Ambientes bergen verschneite Parkwege derzeit ein erhebliches Risiko: Schwere, nasse Schneemassen setzen sich auf Ästen und Kronen fest und können dazu führen, dass Zweige oder ganze Baumteile unvermittelt abbrechen oder herabstürzen. Besonders betroffen sind Nadelbäume mit großen Auflageflächen für den Schnee.

Die Sperrungen gelten zunächst unbefristet und sollen aufgehoben werden, sobald sich die Wetterlage entspannt und sich die Situation vor Ort stabilisiert hat. Das Bezirksamt weist darauf hin, dass nicht nur in geschlossenen Anlagen, sondern auch in offenen Parkflächen und Waldgebieten kräftige Schneelasten an Bäumen und Büschen weiterhin eine Gefahr darstellen können. Besucher werden dringend zu erhöhter Vorsicht und zur Vermeidung von Spaziergängen in stark verschneiten Grünbereichen aufgefordert.

Was ist »Schneebruch«?

Unter dem Begriff Schneebruch versteht man das Abbrechen von Ästen, Zweigen oder ganzen Bäumen, das durch die hohe Schneelast und damit verbundene Belastung der Baumkronen verursacht wird. Besonders bei nassem, schwerem Schnee kann das Gewicht auf den Ästen so groß werden, dass diese dem Druck nicht mehr standhalten und abbrechen; auch Eisregen kann einen ähnlichen Effekt haben (dann spricht man von Eisbruch).

Schneebruch tritt vor allem in Wäldern und Parkanlagen auf, wo Wildwuchs und ältere Bäume mit großen Kronenflächen den Schnee nicht gut abwerfen können. Nassschnee – also Schnee mit hohem Wasseranteil – erzeugt dabei eine wesentlich größere Belastung als trockener, leichter Schnee.

Sicherheitshinweise bei Schneebruchgefahr

  • Parks und Waldgebiete meiden, so lange Schnee auf den Bäumen liegt. Herabfallende Äste und Baumteile können ohne Vorwarnung herunterstürzen.
  • Betreten Sie verschneite Wege nur, wenn absolut notwendig und wählen Sie möglichst offene, breite Flächen statt Wege entlang alter Baumreihen.
  • Achten Sie auf Warnschilder und Sperrungen. Die Entscheidung des Bezirksamts dient Ihrem Schutz und dem Ihrer Kinder!
  • Halten Sie ausreichend Abstand zu Bäumen mit stark verschneiten Kronen. Besonders Nadelbäume können viel Schnee aufnehmen und unter der Last brechen.
  • Informieren Sie sich tagesaktuell über Wetter und Lage. Eine Entspannung der Gefahr wird erwartet, sobald Tauwetter einsetzt.