Vorgängerin Dr. Stefanie von Berg war im Juni als Staatsrätin in die grün-geführte Umweltbehörde gewechselt. Der Mann, der Altona neu gestalten will, wohnt selbst nicht im Bezirk, sondern im ländlich geprägten Bergedorf im Südosten Hamburgs. Ab und an fährt Kloth mit seinem E-Bike die rund 20 Kilometer zu seinem Arbeitsplatz. Altona, dicht besiedelt und mit rund 275.000 Einwohnern einer der bevölkerungsreichsten Bezirke Hamburgs, gilt als „Hamburg im Kleinen“.
Seit Mitte Februar 2022 ist Kloth Baudezernent für Bau, Verkehr und Umwelt in Altona, einem Bezirk mit 78 Quadratkilometern und 14 Stadtteilen – von der Altstadt bis Sülldorf. In einem älteren Presseportrait sagt er: „Das Stadtbild von Altona wird sich verändern und ich möchte meinen Beitrag dazu leisten, dass der Bezirk grüner, klimafreundlicher und nachhaltiger wird.“
Kloth gilt als "Macher", einer, der anpackt, gleichzeitig aber seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitnimmt und unaufgeregt unterschiedliche Interessen zu vermitteln weiß.
Auch zu seiner Vision für die Stadtentwicklung äußert er sich konkret: „Wir müssen Orte schaffen, an denen wir verweilen möchten – Parks, Spielplätze für Kinder“, beschreibt er seine Vorstellungen. „Altona ist aufgrund seiner Lage an der Elbe ein nasser Bezirk. Deshalb ist entscheidend, wohin das Wasser fließt, von dem immer mehr vom Himmel kommt.“
Der Druck auf Altona wird in Zukunft größer, denn Hamburg wächst: Bis 2035 werden mehr als zwei Millionen Menschen in der Stadt leben. Altona muss jährlich 1.500 neue Wohnungen bereitstellen – ein Kraftakt angesichts begrenzter Flächen. In dem Porträt bleibt Kloth optimistisch: „Ich möchte in zehn Jahren durch Altona gehen und sagen, dass das funktioniert hat.“ Als Bezirksamtsleiter hat Kloth nun die Chance, die Geschicke des Stadtteils maßgeblich zu beeinflussen.


