Politik und Bezirk
Bezirkswahl: Neue Mehrheiten im weißen Altonaer Rathaus erforderlich

Bezirk Altona (11. Juni 2024, Markus Krohn) · In der neuen Bezirksversammlung Altona sind künftig sieben statt fünf Fraktionen vertreten. Das ist das Ergebnis der Wahl vom Sonntag. Die Grünen werden erneut stärkste Kraft (27,6%), verlieren aber deutlich (-7,5%), die Sozialdemokraten erreichen ein leichtes Plus von 1,2 Prozent und kommen auf 21,6% der Stimmen. Die CDU kann 1,5% der Stimmen hinzugewinnen und kommt auf 18,0% der Stimmen. Die Linke verliert 2%-Punkte und kommt auf 12,8%. Freuen kann sich auch die FDP, die 0,9% hinzugewinnen konnte, die AfD gewinnt in Altona ebenfalls nur leicht hinzu (1,1%). Neu hinzu kommt Volt mit drei Abgeordneten. Die neue Partei konnte aus dem Stand 37.876 Stimmen holen und erreicht damit 850 Stimmen mehr (5,6%) als die AfD (5,5%).
Gehen Sie am Sonntag wählen! Für Demokratie, Freiheit, Rechtsstaatlichkeit.

Elbvororte/Hamburg (4. Juni 2024, Markus Krohn) · Am Sonntag wird gewählt: Ein neues Europaparlament und eine neue Bezirksversammlung für den Bezirk Altona. Beide Volksvertretungen haben sehr unterschiedliche politische Felder zu bearbeiten. Dennoch sind beide Wahlen wichtig und die politischen Entscheidungen beider Häuser wirken sich direkt oder indirekt auf das Leben eines jeden Menschen aus, der in Europa lebt. Umso verwunderlicher und bedauerlicher ist es, dass die Kandidatinnen und Kandidaten den meisten Wählern unbekannt sind.
Begeisterung für Demokratie

Elbvororte (4. Juni 2024, Markus Krohn) · Mit der Aufstellung von Dana Vornhagen für Bündnis 90/Die Grünen im Bezirk Altona läuten die Grünen einen Generationen-Wechsel ein: Die 32-Jährige ist zwar erst seit 2019 bei den Grünen in Altona aktiv, hat sich aber in dieser kurzen Zeit bereits in allen wesentlichen Ausschüssen der Bezirksversammlung sowie seit 2020 als stellvertretende Fraktionsvorsitzende eingebracht. Seit einer ganzen Weile reifte die Entscheidung innerhalb der Fraktion und dem Bezirksverband, den Generationen-Wechsel an der Spitze der Grünen Politik zu vollziehen.
Aufgewachsen ist Dana Vornhagen in einem 200-Seelen-Dorf im Oldenburger Münsterland. Von dort aus ging die damals 19-Jährige in die weite Welt: Erst nach Neuseeland und später zum Studium in die Niederlande und Peru. Im Dorf veränderte sich nichts, in den (Groß-)Städten der Welt so einiges. Das brachte Vornhagen denn auch der Politik näher und dem Wunsch, Veränderungen herbeizuführen, um die Welt zu verbessern. Nach ihrem Masterstudium war klar, dass es sie nach Hamburg zieht, denn ihr Partner wohnte bereits in Osdorf. Inzwischen sind die beiden glücklich in Altona-Nord. Von dort aus ist es ein Katzensprung ins weiße Rathaus Altona…
Platten will Politik »mit hochgekrempelten Ärmeln«

Elbvororte (4. Juni 2024, Markus Krohn) · Sören Platten ist von Grund auf Sozialdemokrat. Bereits als 16-Jähriger trat er in die Partei Max Brauers ein, der noch immer das große Vorbild des 35-Jährigen ist. Hier in Altona gründete er sein Medizintechnikunternehmen und engagiert sich nicht nur politisch, sondern auch bei der Arbeiterwohlfahrt. „Ich habe mich schon immer gerne für andere Menschen eingesetzt und versuche immer, zu helfen“, erklärt sich Platten selbst sein Engagement.
Jetzt also als SPD-Spitzenkandidat für den Bezirkswahlkampf in Altona – mit Ambitionen, auch über Altona hinaus Dinge für die Menschen zu bewegen. Das Mandat im Landesvorstand der Partei hat er immerhin schon inne. So kann er auf den verschiedenen politischen Ebenen Aufmerksamkeit herstellen für das, was für Altona wichtig ist.
Und das nicht nur als Kreisvorsitzender der SPD Altona, sondern seit vielen Jahren auch als so genannter „zubenannter Bürger“ in verschiedenen Ausschüssen der Altonaer Bezirksversammlung. Seit mehr als drei Jahren ist er dort Vorsitzender des Ausschusses für Stadtteilentwicklung und Wirtschaft. So muss er nach der Wahl den Politikbetrieb in Altona nicht erst kennen lernen.
CDU-Altona will bei Bezirkswahl siegen

Elbvororte (4. Juni 2024, Markus Krohn) · Sven Hielscher muss schon immer ein politischer Mensch gewesen sein. Bereits in der Schule ärgerte er sich über politisch links orientierte Lehrer. „Vielleicht war es bei mir auch eher ein Reflex auf die 1968er Bewegung“, sinniert der 63-jährige Vorsitzende der CDU-Bezirksfraktion Altona. Hielscher ist ein Vollblut-Lokalpolitiker. Seit über 41 Jahren sitzt er in der Altonaer Bezirksversammlung. Einer, der viele und vieles kennt. „Mein Herz schlägt für die Kommunalpolitik. Bürgerschaft und Bundestag haben mich nie gereizt.“
Sven Hielscher engagiert sich vor allem in der Stadtplanung und im Bauausschuss. Seine Kompetenz als Geschäftsführer einer Wohnungsverwaltung mit zwei Standorten in Hamburg und Neumünster bringt er gerne mit ein. „Das Schönste für mich ist, wenn ich nach kurzer Zeit sehen kann, was ich mit meinen Beschlüssen erreicht habe – oder was auch nicht“. Und das im Dialog mit seinen Wählerinnen und Wählern, die ihn als erfahrenen Lokalpolitiker gerne ansprechen.
Streiten für neues Politikverständnis

Elbvororte (4. Juni 2024, Markus Krohn) · DIE LINKE Altona will demokratische Beteiligungen in die Bezirksversammlung tragen und dafür sorgen, dass im Bezirk soziale Gerechtigkeit gelebt wird. Dazu gehört für Karsten Strasser, den Spitzenkandidaten der diesjährigen Bezirkswahl, der zunehmenden sozialen Polarisierung entgegenzuwirken und sich für bezahlbaren Wohnraum einzusetzen. Zudem behält seine Fraktion die Personalausstattung des Bezirksamtes sowie eine gute Tarifentwicklung für die Mitarbeitenden im Blick. Außerdem müsse politischer Einfluss genommen werden, um die soziale Infrastruktur in den einzelnen Stadtteilen von Jugendzentren über Bürgerhäusern bis hin zu Seniorentreffs deutlich zu verbessern.
Das ist nicht immer einfach, denn als Oppositionspartei mit nur acht ehrenamtlichen Abgeordneten ist die Arbeitsbelastung enorm groß. Für Karsten Strasser ist es jedoch eine Herzensangelegenheit, für soziale Gerechtigkeit, Ökologie und Klimaschutz sowie die Stärkung der Bezirke zu streiten. Seit 2004 ist er Mitglied von DIE LINKE. „Dabei ist es mir sehr wichtig, politische Arbeit im Stadtteil eng mit meiner Tätigkeit als Bezirksabgeordneter im Rathaus Altona zu verbinden. Seit vielen Jahren arbeite ich deshalb in den Stadtteilbeiräten Luruper Forum und Borner Runde mit. Täglich bin ich als Rechtsschutzsekretär des Sozialverbands SoVD und Rechtsanwalt mit der tiefen sozialen Spaltung unserer Stadt konfrontiert. Ich helfe dabei, soziale Härten abzumildern.“
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