Zum ersten Mal richtet das renommierte Forschungszentrum DESY den Landeswettbewerb „Jugend forscht“ für die Freie und Hansestadt Hamburg aus. InBahrenfeld treffen sich am 9. und 10. April insgesamt 76 Teilnehmer, die in 43 Teams ihre Projekte unter dem Motto „Maximale Perspektiven“ präsentieren.

Der Wettbewerb gliedert sich in zwei Alterskategorien: Im Bereich „Jugend forscht Junior“ treten 13 Teams im Alter von 10 bis 14 Jahren an, während im Hauptwettbewerb 33 Projekte von Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren vorgestellt werden. Die Bandbreite der Themen ist groß und reicht von Arbeitswelt über Biologie und Chemie bis hin zu Mathematik, Informatik, Physik und Technik. Auffällig ist die internationale Beteiligung: Neben Hamburger Schülern nehmen auch Teilnehmer deutscher Auslandsschulen aus Istanbul, Buenos Aires und Zagreb teil. Damit erhält der Wettbewerb eine globale Perspektive, die den wissenschaftlichen Austausch zusätzlich bereichert.

Ein Blick auf die Projekte zeigt die inhaltliche Tiefe der Arbeiten. So beschäftigt sich ein Team mit der Optimierung von KI-gestützten Verfahren zur Früherkennung von Brustkrebs. Ein anderes untersucht, wie sich Rückstände des Schmerzmittels Ibuprofen effektiver aus Wasser filtern lassen – ein Thema mit wachsender Umweltrelevanz. Auch mathematische Ansätze zur gerechten Verteilung von Schulprojekten oder die Entwicklung elektromagnetischer Antriebssysteme für den Einsatz im Weltraum stehen im Fokus.

Im Juniorbereich beeindruckt unter anderem ein KI-basierter Lernassistent, der Schüler beim eigenständigen Arbeiten unterstützt, sowie ein autonomer Unterwasserroboter, der Müll erkennen und entfernen kann. Beide Projekte zeigen, wie früh technologische Kompetenz und Problembewusstsein zusammenfinden.

Am 10. April öffnet der Wettbewerb ab 9 Uhr seine Türen für die Öffentlichkeit. Besucher erhalten im Foyer des CFEL-Gebäudes die Gelegenheit, mit den jungen Forschern ins Gespräch zu kommen und sich die Projekte erläutern zu lassen. Höhepunkt ist die Preisverleihung um 11 Uhr, bei der Hamburgs Staatsrätin Katharina von Fintel ein Grußwort sprechen wird.

„Jugend forscht“ gilt als einer der wichtigsten Nachwuchswettbewerbe Deutschlands. Die Gewinner des Landesentscheids qualifizieren sich für den Bundeswettbewerb im bayerischen Herzogenaurach. Für viele Teilnehmer ist dies nicht nur ein Wettbewerb, sondern der erste Schritt in eine wissenschaftliche Karriere.