Mit einer großangelegten Informationskampagne in den lokalen Medien (u.a. DorfStadt-Zeitung und Blankenese.de) und ehrenamtlichen Kräften, die bei Niedrigwasser persönlich am Strand Aufklärungsarbeit leisteten, gelang es bislang, Schlimmeres zu verhindern. Immer wieder treffen die Ehrenamtlichen dabei auf Unverständnis und Naivität bei den Strandgästen, die ihre Kinder im vermeintlich seichten Wasser planschen lassen, „dabei befindet sich nur wenige Zentimeter hinter der Wasserlinie die Abbruchkante in schlickigem Wasser“, erklärt Anwohnerin Sabine Möller, die sich mit ihrem Lebensgefährten Eberhard Fledel für die Aufklärung am Strand einsetzt. Diese Abbruchkante hat in den vergangenen Jahren etliche Jugendliche das Leben gekostet.

Meistens jedoch treffen die Ehrenamtlichen auf vorwiegend freundliche und verständnisvolle Badegäste und Touristen, die sich über eine kompetente Auskunft freuen. So macht der Einsatz immer wieder Spaß: „Heute traf ich auf ein sehr internationales Publikum – deutsch, spanisch, englisch – einige waren schon in der Schule über die Gefahren aufgeklärt worden“ schreibt eine der 12 Strandläuferinnen, die ehrenamtlich unterwegs sind. „Es macht einfach Spaß und die Strandbesucher erkennen unsere Arbeit an“, schreibt ein anderer in der WhatsApp-Gruppe, in der die Einsätze koordiniert werden. Die Ehrenamtlichen kommen aus Blankenese, Nienstedten, Osdorf und anderen Stadtteilen. „Das Problem liegt eher bei den Geflüchteten“, weiß Koordinatorin Sabine Möller, die auch die in mehreren Sprachen übersetzten Informationsflyer nicht unbedingt lesen – und etliche Hamburg-Touristen, die die von der Stadt aufgestellten Schilder am Elbstrand geflissentlich übersehen. Wer die Strandläufer am Blankeneser Elbstand ehrenamtlich unterstützen möchte, kann sich Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..