Blankenese (27. April 2026, Konrad Matzen) · Mit Kreativität, technischem Verständnis und einem Gespür für das Wesentliche haben Schüler aus Hamburg bei einem renommierten Wettbewerb auf sich aufmerksam gemacht. Was hinter ihrem Erfolg steckt und warum gerade ein schlichtes Modell aus Blankenese die Jury überzeugte, zeigt ein Blick hinter die Kulissen des Wettbewerbs junior.ING.
Mit beeindruckender Präzision und dem Fokus auf Funktionalität haben Schüler aus dem achten Jahrgang beim bundesweit ausgetragenen Schülerwettbewerb junior.ING ihr Können unter Beweis gestellt. Der Wettbewerb, der von der Hamburgische Ingenieurkammer organisiert wird, stand in diesem Jahr unter dem Motto „Arena – gut überDACHt“ und forderte die Teilnehmer dazu auf, innovative Dachkonstruktionen im Modellformat zu entwickeln.
Im Rahmen des schulischen Förderprogramms „Förderband“ beteiligten sich mehrere Teams an der Herausforderung. Besonders hervor taten sich dabei Lina und Janne vom Marion Dönhoff Gymnasium Blankenese: Aus mehr als 50 eingereichten Modellen erreichten sie einen bemerkenswerten sechsten Platz. Neben einer Urkunde erhielten sie auch ein Preisgeld – eine Anerkennung für ihre außergewöhnliche Leistung.
Das Erfolgsgeheimnis ihres Modells lag in der konsequenten Reduktion auf das Wesentliche. Während andere Teams auf komplexe Konstruktionen setzten, überzeugten Lina und Janne mit einer durchdachten, minimalistischen Bauweise. Ihre Konstruktion bestand lediglich aus Holzstäbchen, gebogenen Holzleisten und Draht. Für die Dachfläche nutzten sie ein speziell behandeltes Wachstuch.
Doch nicht nur optisch wusste das Modell zu überzeugen. Auch funktional setzte es Maßstäbe: In einer simulierten Sturmprüfung zeigte sich die Stabilität der Konstruktion – das Dach hielt den Belastungen problemlos stand. Damit bewiesen die beiden Schülerinnen, dass ingenieurtechnisches Denken nicht zwingend aufwendige Materialien erfordert, sondern vor allem kluge Planung und ein tiefes Verständnis für Statik.
Der Wettbewerb junior.ING gilt als eine der wichtigsten Nachwuchsinitiativen im Bereich Ingenieurwesen in Deutschland. Ziel ist es, frühzeitig Begeisterung für technische Berufe zu wecken und junge Talente zu fördern. Der Erfolg von Lina und Janne zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial bereits in jungen Jahren vorhanden ist – und lässt auf weitere innovative Ideen in der Zukunft hoffen.





















