Elbvororte (28. August Letzte Woche hat Jana Schiedek, Staatsrätin für Kultur und Medien, die Hamburger Kinopreise verliehen. Ausgezeichnet wurden 15 Programm- und Stadtteilkinos für ihr Programmjahr 2018. Auch das Blankeneser Kino und das Elbe Filmtheater in Osdorf sind wieder darunter. Die mit insgesamt 100.000 Euro dotierten Preise werden jährlich von der Behörde für Kultur und Medien zusammen mit der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein vergeben.
„Das Kino ist und bleibt der einzige Ort, an dem wir Film als Gemeinschaftserlebnis mit allen Sinnen erfahren können. Anders als Fernsehen, Streaming und Binge Watching in den eigenen vier Wänden ist das Kino durch sein situatives und zeitlich begrenztes Angebot etwas Besonderes. Die Programm- und Stadtteilkinos sind besondere Perlen der Kinokultur. Ich freue mich, dass wir mit dem Kinopreis einen Beitrag zu dem nachhaltigen Bestehen der Kinos in Hamburg beitragen und wir dieses Jahr zwei Newcomer mit dem Hamburger Kinopreis auszeichnen können.“ sagte Schiedek, in ihrer Eröffnungsrede.
Helge Albers, Geschäftsführer der Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein ist sich sicher: „Die Hamburger Kinopreise sind ein großes Dankeschön an die Programm- und Stadtteilkinos unserer Stadt. Gemeinsam stellen die Häuser viel auf die Beine und überzeugen zeitgleich mit ihrem eigenen Profil. Vom Wohnzimmer-Flair im FilmRaum bis zum eleganten Ambiente des Passage Kinos - Hamburg hat eine bunte und vielfältige Kinolandschaft, die wir weiter unterstützen wollen: mit gemeinsamen Aktionen, Netzwerk-Angeboten und natürlich mit tollen Filmen."
Auch die Zeise Kinos und das Lichtmeß-Kino in Ottensen sowie das Studio-Kino in Altona-Altstadt wurden ausgezeichnet.
In der Kinopreis-Jury waren Filmproduzent und Regisseur Lars Jessen ("Wildes Herz", "Fraktus", "Dorfpunks"), die Kinobetreiberin Verena von Stackelberg (Wolf Kino, Berlin) und die Filmjournalistin Britta Schmeis Die drei Branchenexperten bilden die aktuelle Kinopreis-Jury.
Die Hamburger Kinopreise werden seit 1993 für qualitativ herausragende Filmprogramme oder andere Maßnahmen, die die Kinokultur fördern, an Hamburger Kinos und Abspielstätten vergeben.
Stadtteilkinos ausgezeichnet
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Scholz kehrt in den Hamburger Westen zurück

Rissen (22. Oktober 2026, Konrad Matzen) · Es ist ein Heimspiel mit Sprengkraft. Wenn Olaf Scholz am 16. November 2026 im HAUS RISSEN aufs Podium tritt, kommt kein Gast von außen, sondern ein Mann, der den Hamburger Westen und seine politischen Debatten seit Jahrzehnten kennt.
Winterzeit beginnt: Neue Öffnungszeiten im Wildgehege Klövensteen

Danke für alles

Brotprüfung ehrt Elbvororte-Bäcker

Blankenese (20. August 2026, Markus Krohn) · Bäckerfinder des Deutschen Brotinstituts – Was morgens im Regal liegt, muss vor strengen Augen bestehen: Im Hamburger Westen sind diese Woche mehr als 60 Brote und Brötchen der Handwerksbäckereien KÖRNER und HANSEN geprüft worden. Das Ergebnis kann sich sehen lassen – und sagt mehr über Qualität aus, als viele Kunden auf den ersten Blick vermuten.
Iserbrook: Klanggewaltiger Lobgesang in der Martin-Luther-Kirche

Iserbrook (15. Juni 2026, Markus Krohn) · Wenn sich drei stimmgewaltige Chöre, ein ambitioniertes Orchester und herausragende Solisten zusammentun, um ein monumentales musikalisches Werk aufzuführen, darf man Großes erwarten. Doch was sich am vergangenen Samstagabend in der vollbesetzten Kirche abspielte, sprengte selbst hohe Erwartungen und bescherte den Zuhörern ein klangliches Feuerwerk der Extraklasse. Wer nicht dabei war, hat zweifellos ein absolutes Highlight verpasst.
Vom Monte Argentario auf den Grill: Die Salsiccia der Brüder Picchianti erobert Hamburg

Iserbrook (28. Januar 2026, Markus Krohn) · Zwischen den dramatischen Klippen des Monte Argentario und dem pulsierenden Norden Hamburgs spannt sich die Geschichte von Gianluca und Massimiliano Picchianti: Mit der handwerklichen Kunst ihrer toskanischen Heimat kreieren sie in Iserbrook eine Salsiccia, die weit mehr ist als nur eine Wurst – ein Stück mediterraner Lebensart, kräftig gewürzt mit Fenchel, Knoblauch und Kräutern. In vierter Familiengeneration, ohne künstliche Zusatzstoffe und mit höchsten Qualitätsansprüchen produzieren sie rund 8.000 Kilo pro Jahr – und haben damit nicht nur Feinschmecker, sondern auch zahlreiche Gastronomen in der Hansestadt überzeugt. Traditionsreich, aromatisch und vielseitig einsetzbar ist ihre Salsiccia ein Genuss, der Lust macht auf mehr als nur Grillabende und Pastagerichte.
Schulweg frei – für eine halbe Stunde

Osdorf (8. Oktober 2026, Konrad Matzen) · Wenn am Nachmittag die letzten Kinder aus der Grundschule Wesperloh strömen, beginnt in den umliegenden Straßen traditionell das Gedränge aus parkenden Autos, Wendemanövern und ungeduldigen Wartenden. Künftig soll dort für eine halbe Stunde Ruhe einkehren.
»Pieces for Peace« an der Geschwister-Scholl-Stadtteilschule

Osdorf (7. Oktober 2026, PM) · Eine blaue Plane wird zurückgezogen, darunter leuchten Rosa, Hellblau und Türkis: Am Dienstag, 6. Oktober, hat die Geschwister-Scholl-Stadtteilschule in Osdorf ein Kunstwerk enthüllt, das Schülerinnen und Schüler selbst geschaffen haben: Die Fläche aus bemalten Gehwegplatten ist nun fest an einem Hang auf dem Schulgelände eingelassen und soll dort jeden Tag an eine einfache Botschaft erinnern: Jeder Mensch gehört dazu und verdient Respekt.
So wird von Nienstedten aus die Welt verändert

Exklusiv Nienstedten (24. September 2026, Konrad Matzen) · Dreißig Jahre lang hat das Gericht an der Elbchaussee über die Meere der Welt geurteilt – oft leise, manchmal mit Folgen, die weit über Hamburg hinausreichen. Zu seinem runden Geburtstag öffnet der Internationale Seegerichtshof nun die Türen weiter als sonst. Wer hineinschaut, trifft auf einen Ort, an dem ein betretener Saal rechtlich gesehen kein Hamburger Boden mehr ist – und auf Richter, deren Worte Schiffe, Grenzen und inzwischen sogar das Klima betreffen.
Hirsche vor möglicher Rückkehr?

Nienstedten (20. August 2026, Konrad Matzen) · Im Streit um das Damwildgehege im Hirschpark ist das letzte Wort offenbar noch nicht gesprochen. Während das Bezirksamt die Rückkehr der Hirsche ausgeschlossen hat, wächst vor Ort der Druck von Vereinen, Politik und Bürgern – und mit ihm die Frage, ob eine Kehrtwende doch noch möglich ist.
Groß Flottbek: Emil-Wolff-Haus feiert Richtfest – reicht das?

Groß Flottbek (8. Oktober 2026, Markus Krohn) · Der Rohbau steht, und die Zahlen klingen gut. Aber wer in diesen Tagen durch die Kaulbachstraße 19 in Groß Flottbek läuft, sieht vor allem eines: ein Versprechen in Holzbauweise, das noch eingelöst werden muss. Dort, wo bis vor Kurzem ein Altbau mit 71 Wohnplätzen stand, hat das Studierendenwerk Hamburg am Mittwoch Richtfest für das neue Emil-Wolff-Haus gefeiert. 98 Wohnplätze sollen hier entstehen, 83 Wohneinheiten, ein Investitionsvolumen von rund 20 Millionen Euro, gefördert durch die Hamburgische Investitions- und Förderbank. Klingt nach Aufbruch. Klingt aber auch nach einer Stadt, die bei der studentischen Wohnungsnot seit Jahren hinterherläuft.
Hamburgs Westen gräbt für morgen

Elbvororte (11. August 2026, Konrad Matzen) · Was unter Pausenhöfen und Spielflächen jahrzehntelang kaum beachtet wurde, rückt in Hamburg jetzt ins Zentrum eines Wettbewerbs, der mehr ist als ein Schönheitsprogramm für Schulgelände: Im Westen der Stadt zeigen mehrere Schulen, wie aus grauen Flächen lebendige Lernorte werden – und warum dabei der Blick nach unten entscheidend ist.
Kurz vor dem Abgrund

Övelgönne (22. Oktober 2026, Konrad Matzen) · Ein Ort, an dem Hamburg seit hundert Jahren durchatmet: Der Elbwald am Bubendey-Ufer mit Pappeln, Weiden, Eschen, Eichen, Ulmen und Ahorn. Sie fangen den Blick vom Elbstrand in Övelgönne über das Wasser hinweg ein und halten den Containerkränen zur Linken wie dem Airbuswerk zur Rechten ein grünes Gegengewicht entgegen. Wer dort im Sommer spazieren geht, ahnt nicht, dass über diesen Bäumen seit Monaten ein Papierkrieg tobt, in dem es nicht mehr nur um Holz geht. Warum der Wald verschwinden soll und wie die Abholzung doch noch verhindert werden könnte:
Hassparolen am Gymnasium Othmarschen

Othmarschen (13. Oktober 2026, Konrad Matzen) · Wer in diesen Tagen über den Hof des Gymnasiums Othmarschen läuft, sieht saubere Fassaden. Was sich in der Nacht zum 9. Oktober an zwei Gebäuden der Schule an der Walderseestraße abgespielt hat, ist trotzdem nicht weggewischt: Die Schulleitung spricht von einem Angriff auf die Schulgemeinschaft, der Staatsschutz ermittelt – und Altona diskutiert über einen Vorfall, der ausgerechnet in der Woche passierte, in der das Gymnasium sich feierlich gegen Rassismus positionierte.
Neue wissenschaftliches Direktorium bei European XFEL

Schenefeld (8. Oktober 2026, PM) · Die deutsche Physikerin Dr. Elke Plönjes-Palm und der polnische Physiker Prof. Jakub Szlachetko werden ab 1. Januar 2027 wissenschaftliche Direktorin und wissenschaftlicher Direktor bei European XFEL. Auf Beschluss des European XFEL Council, des obersten Leitungsgremiums der Forschungseinrichtung, wird Plönjes-Palm die Verantwortung für den Bereich Development und Instrumentation übernehmen, Szlachetko für den Bereich Operation und Data.
Reitstall feiert Genuss bis zum Morgengrauen

Schenefeld (1. Oktober 2026, Konrad Matzen) · Es gibt Abende, über die wird am nächsten Tag noch geredet – und über diesen spricht man noch Wochen später. Wer am vergangenen Wochenende einen Platz im Restaurant Reitstall Klövensteen ergattert hatte, weiß, warum.
Was wird aus der roten Villa?
BAHRENFELD(21. Oktober 2026, Konrad Matzen) · Es ist eines der letzten Zeugnisse des alten er Ortskerns und steht doch seit über anderthalb Jahrzehnten leer: das rote Backsteinhaus am er Marktplatz 17, unmittelbar an der A7-Auffahrt in Fahrtrichtung Norden. Hinter seinen Mauern steckt mehr Geschichte, als der vorbeirauschende Verkehr ahnen lässt – und mehr offene Fragen, als der Eigentümerin lieb sein dürfte.
Das materielle Gedächtnis von Palmblattmanuskripten

Bahrenfeld (16. Oktober 2026, PM) · Über Jahrhunderte hinweg hielten Menschen in Süd- und Südostasien religiöse Lehren, literarische Werke, rechtliche Regelungen und wissenschaftliche Erkenntnisse auf Palmblättern fest. Bevor die Blätter beschrieben oder mit einem Griffel beschriftet werden konnten, mussten sie aufwendig vorbereitet werden. Die Verarbeitungstechniken unterschieden sich dabei je nach Region und könnten charakteristische Spuren im Material hinterlassen haben. Wie die Blätter verarbeitet wurden und woher sie stammten, lässt sich heute oft nur schwer rekonstruieren. Ein internationales Forschungsteam hat untersucht, welche Hinweise sich aus der Struktur und chemischen Zusammensetzung des Materials gewinnen lassen. Dafür kombinierte es Röntgenanalysen an PETRA III bei DESY und an der ESRF mit maschinellem Lernen. Die Ergebnisse sind in npj Heritage Science erschienen.

