Rissen (27. März 2025, Markus Krohn) · Ein Bürgerzentrum auf der Grenze zwischen Sülldorf und Rissen – das ist der Traum vieler Menschen. Was der ASB Hamburg-Mitte in der sogenannten Halle 15 im Suurheid in Rissen schon seit einigen Jahren initiiert ist derzeit noch ein Provisorium. Hier treffen sich jeden Tag Menschen aus dem Hamburger Westen, um miteinander zu quatschen, zu lernen, zu feiern oder sich gegenseitig zu helfen. Die ganze Sache hat nur mehrere Haken: Die ehemaligen Panzergaragen sind nicht optimal auf die neue Nutzung abgestimmt, Elektrik und Wasseranschlüsse lassen zu wünschen übrig, genauso die Ausstattung insgesamt, ganz zu schweigen von einer klimafreundlichen Heizung…

Mit Hilfe des Bezirksamtes und der Stadtentwicklungsbehörde konnten ASB und Lawaetz-Stiftung eine Machbarkeitsstudie durchführen, um zu klären, ob eine Umnutzung und Sanierung möglich ist. Heraus kam ein Haus-in-Haus-Konzept mit Veranstaltungsbereich, Gruppen- und Konferenzräumen sowie Räumen für Jugendliche und Familien. Auch das Lager für die Auslands- und Katastrophenhilfe ist eingeplant.

Was noch fehlt ist die Finanzierung der notwendigen Sanierungs- und Umbauarbeiten. Inzwischen hat eine Arbeitsgruppe des ASB die Kosten von ursprünglich veranschlagten 10,2 Millionen Euro auf jetzt 7,2 Millionen verringert. Doch auch dieser Betrag muss aufgebracht werden.

Gestern Abend befasste sich die Bezirksversammlung Altona mit dem Thema und bat das Bezirksamt Altona, den ASB weiterhin aktiv bei der Umsetzung des Begegnungszentrums Halle 15 einzusetzen. Vor allem setzen die Bezirkspolitiker auf die Einwerbung von möglichen Fördermitteln und deren aktive Einwerbung durch das Bezirksamt. Auch die Stadtentwicklungsbehörde wurde mit dem Beschluss noch einmal aufgefordert, eine nachhaltige Finanzierung für die notwendigen Umbau- bzw. Sanierungsmaßnahmen bereitzustellen.

Es ist höchste Zeit, soziale Infrastruktur mit Blick auf Integration und Nachbarschaft gezielt auszubauen“, meint Kristina von Ehren, Abgeordnete und sozialpolitische Sprecherin der FDP-Bezirksfraktion, die den Antrag gemeinsam mit der SPD in die Bezirksversammlung einbrachte,Der ASB hat ein tragfähiges Konzept vorgelegt – jetzt gilt es, pragmatisch zu handeln und dieses Erfolgsprojekt voranzutreiben!

ASB-Projektleiter Günter Arndt ruft derweil Akteure in Rissen und Sülldorf auf, sich aktiv an der weiteren Ausgestaltung des Quartierszentrums zu beteiligen: Mit Programmpunkten oder Spenden, die direkt in das Projekt fließen. Für Mitte Mai ist ein besonderes Highlight geplant mit internationaler Ausstrahlung. Mehr wird noch nicht verraten… – die Nachbarschaft lebt schon jetzt in der Halle 15

 

www.asb-halle15.de