Mit Blaulicht, Trillerpfeifen und voller Konzentration probten am vergangenen Sonnabend über 150 ehrenamtliche Katastrophenschutzkräfte des ASB Hamburg in Rissen den Ernstfall: ein schwerer Verkehrsunfall zwischen einem Linienbus und einem Pkw mit rund 50 Betroffenen. Das Szenario wirkte bedrückend real – eingeklemmte Personen mussten befreit, Schwerverletzte versorgt und die Koordination von unzähligen Einsatzkräften und Fahrzeugen sichergestellt werden.

Organisiert wurde die Großübung Katastrophenschutz vom ASB-Ortsverband Hamburg-West, unterstützt von Kräften aus den Ortsverbänden Eimsbüttel, Bergedorf-Rothenburgsort und Nordost sowie der Feuerwehr Hamburg und der Freiwilligen Feuerwehr. „Nur wenn wir regelmäßig unter realitätsnahen Bedingungen üben, können wir im Ernstfall Hand in Hand helfen und Leben retten“, erklärt Übungsleiter Jasper Litzenhoff vom ASB Hamburg-West.

 

Ehrenamt als Rückgrat im Katastrophenschutz

Die Übung zeigte eindrucksvoll, welche Leistung möglich ist, wenn Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Alle Beteiligten arbeiteten hochprofessionell – und das überwiegend ehrenamtlich.

Gerade in einer Stadt wie Hamburg, die von Sturmfluten, Extremwetter und Großschadenslagen bedroht sein kann, ist eine funktionierende Katastrophenschutzstruktur unverzichtbar. Ohne die Bereitschaft und das Engagement von freiwilligen Helferinnen und Helfern wäre dieser Schutz nicht denkbar.

Die Übung in Rissen war nicht nur eine logistische Meisterleistung, sondern auch ein starkes Signal: Katastrophenschutz funktioniert nur durch Menschen, die ihre Freizeit und ihr Können in den Dienst der Gesellschaft stellen.