Hebammenversorgung verbessern – Anreize zur Ausbildung entwickeln!

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Marcus Weinberg ist familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag Marcus Weinberg ist familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag Foto: PR
Elbvororte (7. August 2018, PM) · Der gestern vorgestellte Report „Gesunder Start ins Leben“ der AOK Rheinland/Hamburg zeigt, dass die Hebammenversorgung nicht jede Familie erreicht. Während der Schwangerschaft und in der Stillzeit haben Frauen gesetzlichen Anspruch auf die Hilfe einer Hebamme, trotzdem werden laut dem Report nur 53% der Familien in den ersten Wochen nach der Geburt von einer Hebamme betreut. In Hamburg wurden sogar nur 46,5% der Mütter nach der Geburt zu Hause betreut.
Hierzu erklärt Marcus Weinberg, familienpolitischer Sprecher der CDU/CSU Fraktion und Bundestagsabgeordneter für Hamburg und Altona: „Die Zahlen sind erschütternd. Die Versorgung durch Hebammen ist in Hamburg nicht ausreichend, dieser Zustand politisch nicht akzeptabel. Bund und Länder sind jetzt in einer gemeinsamen konzertierten Aktion gefordert. Ich begrüße die Initiativen der Stadt, die Zahl der Ausbildungsplätze zu erhöhen und einen dualen Studiengang einzuführen. Die Ausbildungskapazitäten müssen jedoch noch stärker ausgebaut werden und besonders die Planung des Studienganges muss zügiger vorangehen. Weiterhin kann man über den Ausbau der Möglichkeiten eines Quereinstiegs und Um-schulungen nachdenken, die Ausbildungszeiten flexibilisieren, damit die Ausbildung besser mit der Familie vereinbar ist und Informationsveranstaltungen organisieren, die über den Berufseinstieg informieren. Wir werden auch im Bund prüfen, wie wir zusätzliche Anreize entwickeln, damit der Beruf aufgewertet und besser vergütet werden kann, damit er von mehr jungen Menschen angesteuert wird.
Die Hilfe einer Hebamme ist enorm wichtig für Mutter und Kind. Sie übernimmt die medizinische Nachsorge der Frau, beobachtet die Entwicklung des Kindes und unter-stützt die Mutter bei Unsicherheiten im Umgang mit dem Kind. Besonders besorgnis-erregend dabei ist, dass laut dem AOK-Report gerade Frauen, die Sozialleistungen beziehen, deutlich seltener von den Unterstützungsangeboten profitieren und die Versorgungslage regional in den Stadtteilen unterschiedlich ist. Deshalb haben wir im Koalitionsvertrag festgehalten, dass die Bundesstiftung „Frühe Hilfen“ fortgeführt und ausgebaut wird. Die Frühen Hilfen sind ein Frühwarnsystem und Vermittlungs-netzwerk, das niedrigschwellig jede werdende Mutter erreicht, sie berät und Angebote für ihre individuellen Bedürfnisse findet –so auch an Hebammen weiterleitet. Dadurch kann das Betreuungsverhältnis verbessert werden. Doch es muss mehr für die Aufklärung über die wichtige Arbeit der Hebammen getan werden. Ich unterstütze daher die Forderung, bereits in der Schule die Themen Schwangerschaft, Familien-planung und Geburt aufzugreifen. Hier ist die Stadt Hamburg gefragt. Auch appelliere ich an die Gynäkologinnen und Gynäkologen, schwangere Frauen mit Informationen über die Betreuung einer Hebamme zu versorgen. Gerade in der Zeit unmittelbar vor und nach der Geburt kommt es auf eine bestmögliche Versorgung an. Eine Stadt wie Hamburg, in der die Geburtenrate erfreulicherweise steigt, kann sich eine solche Situation nicht leisten.“
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