Bezirksversammlung Altona tritt Bürgerbegehren »Klövensteen soll leben – stoppt den Masterplan für einen Wildtierzoo!« einstimmig bei

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Hinter den Fenstern im ersten Stock des Altonaer Rathauses war hitzig um eine Lösung im Wildgehege-Streit gesucht worden. Im ersten Schritt wurde nun der Masterplan gestoppt Hinter den Fenstern im ersten Stock des Altonaer Rathauses war hitzig um eine Lösung im Wildgehege-Streit gesucht worden. Im ersten Schritt wurde nun der Masterplan gestoppt Foto: Cekora/pixelio.de
Rissen/Altona (31. August 2018, PM) · Nach der Bezirksversammlung am Donnerstagabend verschickte die Bürgerinitiative Klövensteensolleben folgende Pressemitteilung: Dazu Thure Timmermann sehr erfreut: „Ein riesengroßer Erfolg für den Schutz des einzigartigen und wertvollen Naturraums Klövensteen und für die vielen Bürgerinnen und Bürger, die eine Entwicklung des Wildgeheges zu einem Freizeitpark ablehnen, aber eine nachhaltige Sanierung befürworten. Mit dieser Reaktion, so kurz nach der Anmeldung unseres Begehrens, konnten wir nicht rechnen. Umso größer ist die Freude über den großen Zuspruch und die schnelle Entscheidung der Bezirksversammlung. Das zeigt, dass die Entwicklung des Klövensteens eine Herzensangelegenheit ist.
Frank Wieding vom Hamburger Tierschutzverein ergänzt:„Ein toller Erfolg für den Tierschutz. Wir haben kritisiert, dass das Einsperren von Tieren in Gehegen und Käfigen nichts mit Tier- und Naturschutz oder Waldpädagogik zu tun hat - und freuen uns, dass der Masterplan vom Tisch ist. Jetzt müssen die Lebensbedingungen insbesondere der in Gehegen eingesperrten Wildtiere schnell verbessert werden. Der Hamburger Tierschutzverein steht mit seinem Fachwissen für Gespräche und Beratungen gerne zur Verfügung. Wir bringen unsere Erfahrung als Norddeutschlands größte Wildtierstation ein.

Hintergrund: Mit einem Horror-Szenario und Diffamierungen versucht der „Förderverein Klövensteen“ Stimmung gegen die Bürgerinitiative Klövensteensollleben und die Fachverbände zu machen. In einer Presseerklärung vom 30.8.2018 behauptet der Förderverein, dass das Wildgehege durch das von der Bürgerinitiative angemeldete Bürgerbegehren vor dem Aus stünde. Und er unterstellt erneut wahrheitswidrig, dass „rein persönliche Motive“ hinter dem Bürgerbegehren stecken würden.

Dazu stellen wir klar: Es waren das Bezirksamt Altona und der Förderverein, die hinter dem Rücken der Bürgerinnen und Bürger und ohne Einbindung der Natur- und Tierschutzverbände den Masterplan entwickelt und vorangetrieben haben. Dieser sieht inakzeptable Großbauten auf dem Wildparkgelände vor und einen gigantischen Ausbau von Gehegen, in die insgesamt 59 Tierarten eingesperrt werden sollen. Und dies alles unter dem Deckmäntelchen der Waldpädagogik.

Kritik am Masterplan äußerten von Anbeginn an nicht nur direkte Anwohnerinnen und Anwohner des Klövensteens, sondern auch Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Stadtteil, dem angrenzenden Wedel und namhafte Natur- und Tierschutzverbände. Gerade weil das Wildgehege bei vielen Hamburgerinnen und Hamburgern so beliebt ist, wird der überdimensionierte Masterplan von so vielen Menschen abgelehnt. Eine Online-Petition haben bisher mehr als 12.000 Menschen unterschrieben. Wer diesen Protest versucht zu diskreditieren, zeigt deutlich, dass er nicht verstanden hat, was am Masterplan falsch und inakzeptabel ist. Der Plan berücksichtigt weder die Interessen der Anwohner, noch des Natur- und Tierschutzes.
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    Schwarzer Vogel · 11:56 03/09/2018
    Wer hier gegen das Wildgehege spricht, sollte das dann auch gegen jeden Zoo und Tierpark unserer Republik tun. Das Argument ist doch fadenscheinig...
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